Am 27. Oktober 2017 fand am "Welttag des Audiovisuellen Erbes" in Taipeh ein Forum zur Feier von 50 Jahren Taiwanischer Volksmusik statt.

Die Eröffungsveranstaltung sowie Pressekonferenz fand am 27.10.2017 am 國立傳統藝術中心 statt. Die einjährige Ausstellung "Trace and Reveal" (27.10.2017-30.09.2018) zeigt Exponate der Kooperation und Freundschaft mit dem Ostasien-Institut e.V.

Weitere Bilder des Events finden Sie in unserer Galerie.

Berichterstattung (Taiwan): https://newtalk.tw/news/view/2017-10-27/101823

Pressestatement von Alois Osterwalder: https://www.youtube.com/watch?v=ZJ1_t8utRcc

Ausstellungsseite: http://tttc.culture.tw/Xiqu/activities_17090809031301358.aspx

Ein voller Erfolg!

SIE HÄNGT! Die feierliche Enthüllung der Gedenktafel and Wang Guangqi und das Abendkonzert waren ein voller Erfolg! Wir bedanken uns herzlich beim Ersten Bürgermeister, Herrn Limbach, der Delegation aus China, angeführt von Frau Prof. Gesang Meiduo, bei den Bewohnern des Hauses in der Argelanderstraße 33 und bei den zahlreichen Gästen!

Die Stadt Bonn berichtet:

http://www.bonn.de/wirtschaft_wissenschaft_internationales/internationale_aktivitaeten/projektpartnerschaften/chengdu/02020/index.html?lang=de

 

Gedenktafel und Konzert für Wang Guangqi in Bonn

Der chinesische Musikwissenschaftler Wang Guangqi 王光祈 (1892-1936) erlangte an der Universität Bonn die Doktorwürde für seine Dissertation über die chinesische Oper im Fach Musikwissenschaft. Gleichzeitig war er einer der ersten Dozenten für chinesische Sprache in Bonn. Während seines Aufenthaltes in Deutschland berichtete er in die Heimat von der deutschen Gesellschaft im Allgemeinen und ganz besonders von der Musik. Er lebte in der Argelanderstraße in Bonn und starb dort im Jahr 1936. Er gilt als der Begründer der modernen Musikwissenschaft in China und gleichzeitig als einer der ersten, der chinesische Musik in der westlichen Welt bekannt machte.

Am 9.9. um 15:00 wird feierlich die Gedenktafel für Wang Guangqi an seinem ehemaligen Wohnhaus, Argelanderstraße 33, enthüllt. Um 19:00 folgt dann das festliche Konzert, zu dem wir die Ehre haben, drei distinguierte Spielerinnen der chinesischen "Wölbbrett-Zither" Guqin begrüßen zu dürfen. Dieses Instrument steht in einer jahrtausendealten Tradition, ebenso gehen viele der Stücke, die auf ihr gespielt werden, in die vorchristliche Zeit zurück.

Weiterlesen: Gedenktafel und Konzert für Wang Guangqi in Bonn (2017-09-09)

SHIH Wei-Liang 史惟亮 (1925-1976) war ein Musikethnologe und Musikwissenschaftler. Er wurde in Liaoning im Nordosten Chinas geboren und wanderte nach 1949 nach Taiwan aus. Dort studierte er als einer der ersten Musik an der National Taiwan Normal University. Nach seinem Abschluss unterrichtete er Musik in unterschiedlichen Schulen und erhielt bald ein Stipendium, um im Ausland zu studieren. Nach einem Aufenthalt in Spanien ging er nach Wien an die Akademie für Musik. Dort traf er auch Alois Osterwalder und gründete 1968 in Bonn ein Zentrum zur Erforschung chinesischer Musik. Zeit seines Lebens sammelte SHIH eine große Anzahl an Aufnahmen, größtenteils von Taiwanischer Volksmusik. Diese Aufnahmen sind im Ostasien-Institut erhalten worden - als in Taiwan gelagerte Tonbänder schon längst zerfallen waren. Zusammen mit dem Material, dass SHIHs Sohn SHIH Jie-Yung (史擷詠, 1958-2011) zur Verfügung gestellt hat, wurde von HUANG Chun-Zen 黃均人 das “SHIH Wei-Liang Music Digital Archive Project” (史惟亮音樂數位典藏計畫, 2008-2009) durchgeführt, als dessen Ergebnis nun die Datenbank steht: http://archive.music.ntnu.edu.tw/wlsh/

 

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